Dem Weltall sehr nahe

Das Unmögliche möglich machen: Dies ist unserer jungen Referentin gelungen, als sie im Jahr 2025 als eine der wenigen Jugendlichen für das Projekt „Astronaut for a Day“ ausgewählt wurde. Und somit konnte Hannah Zipfinger unseren Schülern und Schülerinnen im Rahmen der Hagenmüllervorlesung am 19.05.2026 von ihren beeindruckenden Erlebnissen während eines Parabelfluges am 15. Oktober vergangenen Jahres berichten.

Kaum fasziniert uns Menschen von Kindheit an mehr als die Fragen rund um den Weltraum, die Unendlichkeit und somit auch unausweichlich das Phänomen der Schöpfung. Ist das Universum aber tatsächlich unendlich? Warum ist der Mars rot und gibt es irgendwo da draußen noch Leben abseits unserer Erde? Fakt ist: Der Weltraum hat nicht nur unendliche Weiten, sondern auch unendlich viele offene Fragen. Auch wir Erwachsenen sind hier definitiv nicht All-wissend. Umso eindrucksvoller war es, hier von einer 18jährigen Weltraumforscherin und angehenden Astronautin Antworten zu bekommen.

In ihren weiteren Ausführungen warf die Referentin den Blick auf die Geschichte der Raumfahrt und arbeitete hierbei unter dem Schlagwort Hidden Figures – angelehnt an den gleichnamigen Film – die Rolle der Frau in diesem Metier heraus. Bereits im Jahr 1963 war mit Walentina Tereshkova eine damals sowjetische Kosmonautin im All. Unlängst geriet die US-amerikanische Astronautin Christina Koch in die Medien, war sie Teil der Artemis II – Mission im April 2026.

So multiplex das Thema Raumfahrt ist, so vielseitig sind auch die beruflichen Wege dorthin. Man ist nicht nur als tatsächlicher Astronaut oder als tatsächliche Astronautin im Weltraumbereich tätig. Hannah Zipfinger verwies hier auf weitere spannende Berufsbilder wie Astrophysiker*in, Weltraumarchitekt*in, Weltraumjurist*in oder Weltraummediziner*in.

Und kurz vor dem Ende der sehr interessanten Vorlesung durchbrach plötzlich das Sonnenlicht die Lücken der Wolken an diesem Tag. So genannte „Dämmerungsstrahlen“ erleuchteten unseren Festsaal. Eine nahezu greifbare Atmosphäre, welche die welträumlichen Inhalte Hannah Zipfingers beinahe mit der gegenwärtigen Umgebung verband. Wir Menschen sind also doch von vielen nicht immer greifbaren Dingen über und um uns umgeben.