Hinein in die Selbstwirksamkeit

Für unsere diesmalige Referentin Katharina Havlicek der Hagenmüllervorlesungs-Reihe eine genaue Beschreibung – ob ihrer vielseitigen Inhalte – zu finden, ist nicht leicht; sie selbst findet auf ihrer Website mit dem Begriff „Impulsgeberin“ einen gelungenen! Sie gab zweifelsohne am Dienstag, 3. März 2026, unseren 6.-8. Klassen Anstöße zu einem lebensfreudigen und insbesondere gesünderen Leben. Havlicek spricht hier von dem Begriff „Alltagsgesundheit“, welcher abseits körperlicher Natur eben auch psychologische Komponenten miteinbezieht. Im Zentrum ihrer Botschaften steht das Merkmal: Lebensfreude.

Umstände, welche uns ständig um unsere Freude am Leben bringen, lauten hierbei Angst, Wut, Scham oder auch Langeweile. Und genau in diesen Gefühlslagen laufen wir Menschen hohe Gefahr, durch äußere Dinge, häufig unglücklicherweise gepaart mit trivialen Inhalten, schnelle Ablenkung zu suchen und somit aus dem gesunden Gleichgewicht zu geraten.

Die Referentin versuchte, uns, anhand ihres „4+2“-Leitbild, bedeutsame Komponenten bewusst zu machen, welche wir Menschen als unsere „Stromanschlüsse“ verstehen sollten, um immer wieder unsere Lebens-Akkus aufladen zu können. Faktoren wie Atmung, Flüssigkeit, Bewegung und Schlaf scheinen auf den ersten Blick selbstverständlich. Bei einer genauen Betrachtung und Eigenreflexion fällt allerdings auf, dass man hier sehr wohl einen sensibleren Umgang finden könnte. Weiters stehen eben auch zwei weitere Aspekte im Fokus, welche, insbesondere in unserer heutigen digitalen Welt, immer wieder in Vergessenheit geraten. Es geht schlichtweg um die Zeit, welche wir in der Natur, aber auch mit Menschen, welche uns guttun, verbringen sollten. Der Mensch war, ist und bleibt eben ein „Lebewesen“ und benötigt diese beiden Umfelder, um Lebensfreude tatsächlich zu spüren.

In weiterer Folge stand in diesem Kontext der Umgang mit dem Handy im Zentrum der Erläuterungen der Referentin. Kein unwichtiges Thema: Verbringt ein Mensch in Österreich im Durchschnitt etwa 40 Tage in Summe an diesem Gerät und wird hier von diversen Apps und anderen Angeboten nahezu in eine Abhängigkeit gezogen, in die sog. „Dopamin-Falle“. Havlicek gab uns hierbei Lösungsansätze an die Hand, welche von räumlicher Trennung zum Gerät bis hin zu Ausschaltphasen oder Eruieren von inhaltlich mehrwertbringenden Alternativen reichen.

Die Vorlesung rundete daher ganz wunderbar viele Zusammenhänge, welche in der vor kurzem am Haus stattgefundenen Gesundheitswoche zum Thema wurden, ab. So lautet das Fazit: Nur Gesundheit, sowohl physische als auch psychische, schafft Lebensfreude.