STANDORTBEZOGENES SCHULPROFIL

Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Wien 3

1030 Wien, Hagenmüllergasse 30

 Telefon:  01/712 32 50
01/713 04 06 (Lehrerzimmer)
Fax:  01/712 32 50 25

Homepage:  www.grg3.at

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I. Kerndaten zur Schule

Organisationsstruktur

  • 27 Klassen im Schuljahr 2016/17 (16 Unterstufen-, 11 Oberstufenklassen)
  • ca. 640 Schüler/innen (davon 50% Mädchen)
  • 90 Lehrer/innen (inkl. Unterrichtspraktikanten/innen und Tagesbetreuung)
  • Schulformen:  ab der 3.Klasse Differenzierung in
    GYMNASIUM
    REALGYMNASIUM (mit Labor und verstärktem naturwissenschaftlichem Angebot)
    ab 7.Klasse Realgymnasium mit Darstellender Geometrie
                          Realgymnasium mit verstärktem naturwissenschaftlichem Unterricht
  • Tagesbetreuung: kostenpflichtige Tagesbetreuung nach dem Modell „Tagesbetreuung neu" (betreute Lernzeiten, musische/sportliche/naturwissenschaftliche Angebote, betreute Freizeit) von 12 – 17.10 Uhr
    Mittagsbetreuung zur Überbrückung vor dem Nachmittagsunterricht
    Schulbuffet mit warmen Speisen (Mittagessen) und gesunden Essensangeboten (AGES-Zertifikat)
  • Fünftagewoche
  • NAWI(naturwissenschaftliches)-Projekt im Realgymnasium: ab der 3.Klasse fächerübergreifender naturwissenschaftlicher Laborunterricht, in 5. und 6.Klasse schulautonomer Pflichtgegenstand Chemie (mit Labor)
  • Notebookklassen in der Oberstufe des Realgymnasiums (Schulversuch „e-Learning mit mobilen Lernbegleitern – Notebook- und Netbookklassen“)
  • Die Schule ist eine zertifizierte eeducation-expert-Schule („e-Learning im Schulalltag“)
  • WLAN im gesamten Schulhaus

Lehrer/innen

Das Lehrerkollegium wurde in den letzten Jahren aufgrund von Pensionierungen und Neuzuweisungen stark verjüngt.

Zahlreiche Lehrer/innen haben zusätzliche Ausbildungen und Qualifikationen (musischer, sportlicher und naturwissenschaftlicher Bereich, IKT, Soziales Lernen, Offenes Lernen). Die Schule verfügt über zwei Bildungsberater/innen, zwei ausgebildete Bibliothekarinnen, eine Betreuerin für Lese- und Rechtschreibschwäche (Legasthenie), Lehrer/innen  mit Coaching- und Mediatorenausbildung (Ausbildung und Supervision der Peermediatoren) sowie zahlreiche Betreuungslehrer/innen für das Schul- und Unterrichtspraktikum. Einige Lehrer/innen sind auch im Hochschulbereich tätig (Dozent an der TU Wien, Lehrbeauftragte an der Universität Wien, Dozenten an der Pädagogischen Hochschule und der KPH Wien).

Besonders hervorzuheben sind das Miteinander und die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Lehrerkollegium und zwischen Lehrer/innen und Schulleitung.  Alle pädagogischen und organisatorischen Probleme werden in der Koordinationsgruppe (siehe Punkt IV) besprochen. Die Zusammenarbeit zwischen Direktionsebene und Personalvertretung (Dienststellenausschuss), die aus einer Einheitsliste ohne parteipolitische Orientierung gewählt wurde, ist ausgezeichnet und gewährleistet eine große Entscheidungstransparenz.

Schüler/innen, schulisches Umfeld

  • Haupteinzugsgebiet der Schule ist der 3.Bezirk, ergänzt durch Schüler/innen aus dem 11., 2. und 22.Bezirk.  Durch die Anbindung an die U3 melden sich aber auch Kinder aus anderen Wiener Gemeindebezirken und Niederösterreich (Bezirk Gänserndorf) an.
  • Soziokulturelle Daten:  
    Schüler/innen aus allen Bevölkerungsschichten
    Multikulturalität durch großen Anteil von Schüler/innen mit nichtdeutscher Alltagssprache (ca. 40%, mehr als 25 verschiedene Muttersprachen), wobei die meisten Schüler/innen in Österreich geboren und österreichische Staatsbürger sind.
  • Günstige Verkehrslage der Schule durch U3 (Kardinal Nagl-Platz) und Anbindung an U2 (Autobus 77A ab Stadion).

Bauliche Gegebenheiten

Das alte Schulhaus (gegründet 1909) wurde generalsaniert und befindet sich in einem sehr guten Bauzustand mit zahlreichen modernen Ergänzungen,  besonders

  • begrünter Innenhof und Terrasse (als Pausenhof)
  • zwei  große moderne Turnsäle
  • zwei modern ausgestattete Informatiksäle
  • aufgebauter 4.Stock als Kunsterziehertrakt
  • großer Festsaal als Ort zahlreicher Veranstaltungen (Konzerte, Theateraufführungen, Nutzung auch für den Unterricht)
  • Schulbibliothek
  • Schulbuffet
  • im Sommerhalbjahr Benützung der Bundessportanlagen im Prater (Wasserwiese, Birkenwiese) für den Unterricht in Bewegung und Sport
  • behindertengerechte Ausstattung der Schule (Aufzug,…)


II. Angaben zur pädagogischen Position, besondere Angebote und Aktivitäten, Schulentwicklung

Pädagogische Position

Das GRg 3 Hagenmüllergasse möchte seine Schüler/innen in einem achtjährigen kontinuierlichen Bildungsweg (Langform der AHS) zur Reifeprüfung und Studienberechtigung für Universitäten und Fachhochschulen führen. Bei der Verwirklichung dieses Zieles sollen sie durch vielfältige, vernetzte und auf die individuellen Interessen und Bedürfnisse eingehende Bildungsangebote unterstützt werden.  Zur Entwicklung ihrer persönlichen Potentiale und zum Erwerb der notwendigen Kompetenzen wird Leistung als positiver Wert gefordert, ein intensives Förderkonzept soll aber bei Schwierigkeiten und Problemen die notwendigen Hilfestellungen geben. Das Miteinander von Lehrenden und Lernenden mit klar definierten Verantwortlichkeiten und Freiräumen, ein lebendig gestaltetes Schulleben und ein Schulklima zum Wohlfühlen sollen unseren Schüler/innen ihren Studienweg erleichtern.

Fremdsprachen

Neben Englisch als 1. lebender Fremdsprache kann im Gymnasium ab der 3.Klasse Latein oder Französisch gewählt werden, ab der 5.Klasse die in der 3.Klasse nicht gewählte Fremdprache, im Realgymnasium gibt es ab der 5.Klasse wahlweise Latein oder Französisch.

Darüber hinaus gibt es weitere attraktive Angebote und Aktivitäten zur Sprachvertiefung und Spracherweiterung:

  • Erlernen einer zusätzlichen lebenden Fremdsprache (Italienisch, Spanisch, Russisch) als mündlich maturabler Wahlpflichtgegenstand ab der 6.Klasse
  • Intensivsprachwochen und Sprachaufenthalte (Irland, Malta, Frankreich, Italien,…)
  • Schüler(einzel)austausch
  • Begabungsförderung:  Vorbereitung auf die Cambridge Certificates (als Wahlpflichtgegenstand) und den Französisch-Redewettbewerb
  • Einsatz von native speakers in Englisch und Französisch
  • Das Erlernen anderer Fremdsprachen, die die Schule nicht anbieten kann (z.B. Polnisch), wird unseren Schüler/innen über Externistenprüfungen als maturable 2. lebende Fremdsprache, Wahlpflicht- oder Freigegenstand ermöglicht.

Naturwissenschaftliches Angebot im Realgymnasium („NAWI-Projekt“)

Ziel ist die Aufwertung des Realgymnasiums durch einen zeitgemäßen, anwendungsorientierten naturwissenschaftlichen Unterricht und die Erziehung zu Selbständigkeit, Teamfähigkeit und Lernen mit neuen Medien. Diese Ziele werden umgesetzt durch:

  • Kennenlernen des Laborbetriebs durch Schnupperstunden bereits in der 2.Klasse
  • Labor-Doppelstunden ab der 3.Klasse fächerübergreifend (Biologie, Physik, Chemie) in kleinen Arbeitsgruppen, betreut von zwei Lehrer/innen, mit vielen Experimenten und Auswertung in Protokollen
  • Chemie durchgehend von der 4.-8.Klasse durch den schulautonomen Pflichtgegenstand Chemie in der 5. und 6.Klasse
  • Zusammenarbeit mit der Technischen Universität (das GRg 3 ist Praxisschule), der Universität Wien und Fachhochschulen in Projekten
  • Verbindung von praktischer Experimentierarbeit und modernen Medien durch die Notebookklassen
  • Begabungsförderung durch Wahlpflichtgegenstände und Olympiadekurse
  • Meeresbiologische Woche für das RG mit verstärktem naturwissenschaftlichem Unterricht.

Informatik

  • Das GRg 3 ist seit 2011 eine der zertifizierten eeducation-expert-Schulen in Wien. Bereits ab der 1.Klasse wird auf computerunterstützten Unterricht (mit Teamteaching integrativ im Fachunterricht) besonderen Wert gelegt.
  • Als unverbindliche Übung werden die Grundlagen für den Europäischen Computerführerschein (ECDL) angeboten. Die Schule ist auch offizielles Testcenter für ECDL.
  • Durch die Teilnahme am Schulversuch des BMUKK „e-Learning mit mobilen Lernbegleitern. Modell 1 – Notebook- und Netbookklassen wird Blended Learning in der Oberstufe des Realgymnasiums in vielen Unterrichtsgegenständen eingesetzt.
  • Abgerundet wird dieses breite Angebot durch den Pflichtgegenstand Informatik in der 5.Klasse und die Wahlpflichtgegenstände Informatik und Web- und Mediendesign in der 6.-8.Klasse.
  • Der Einsatz der Moodle-Plattform und neuer Medien (Computer, Beamer, Medienwagen, Whiteboard) fördert die Individualisierung im e-Learning.
  • In den 2.Klassen und im Informatikunterricht der 5.Klassen liegt ein besonderer Schwerpunkt auf Workshops zu Rechten, Sicherheit und Gefahren im Internet, Datenschutz und Cybermobbing (Verein Safer Internet).
  • Besonders intensiv ist die Lehrerfortbildung in e-Learning. Es gibt laufend SCHILFs zu den Themen e-Learning, Unterricht in Notebookklassen, Notebook-Didaktik, Cyber-School und Einsatz von Smartboards im Unterricht.

Kreativer Bereich

  • In Bildnerischer Erziehung und Werkerziehung nimmt die Schule seit vielen Jahren sehr erfolgreich an zahlreichen Wettbewerben teil, Ausstellungen werden gestaltet und Filmprojekte durchgeführt.
  • In Musikerziehung liegt der Schwerpunkt derzeit einerseits auf der Arbeit mit mehreren Schulbands, die beim jährlichen Bandabend und zahlreichen Veranstaltungen ihr Können zeigen, andererseits auf der Arbeit mit dem Unterstufenchor, der im Sommersemester ein großes Schulkonzert gestaltet.
  • Unsere Bühnenspielgruppe hat in den letzten Jahren zahlreiche großartige Theateraufführungen gestaltet, die das Niveau eines Schülertheaters bei weitem überstiegen haben. 

Bewegung und Sport

Unsere zwei großen, modernen Turnhallen, der Schwimmunterricht im Bad des Bundesblindeninstituts (2.Klassen) und die Benützung der Bundessportanlagen im Prater (Wasserwiese, Birkenwiese) eröffnen unseren Schüler/innen zahlreiche Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten, auch in Zusammenarbeit mit Sportvereinen. Diese werden ergänzt durch Unverbindliche Übungen (z.B. Fußball, Basketball, Volleyball, Geräteturnen, Bewegung-Freude-Kondition,…) und Sportwochen (Schikurse in der 2., 3. und 5.Klasse, Sommersportwoche in der 4.Klasse). Zu Schuljahresende findet ein Sportfest auf der Birkenwiese statt.

Religion und Ethik

Der Religionsunterricht hat am GRg 3 einen guten Stellenwert, bedingt durch die Wertschätzung seitens der Schulleitung und das große Engagement der Religionslehrer/innen für die Schule, das weit über das Fach hinaus reicht.

An der Schule wird – weitgehend in den Vormittagsunterricht integriert – Unterricht in römisch-katholischer, evangelischer und serbisch-orthodoxer Religion angeboten, der Religionsunterricht anderer Konfessionen und Religionen kann an anderen Schulen besucht werden.

Alle Schüler/innen der Oberstufe, die ohne religiöses Bekenntnis sind oder sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben, besuchen verpflichtend den Schulversuch ETHIK, der aus dem autonomen Stundentopf der Schule finanziert wird.  Für ein sicher sinnvolles Angebot des Ethikunterrichts auch für die Unterstufe reicht dieser aber leider nicht aus.

Wahlpflichtgegenstände und schulautonome Gegenstände

  • Das GRg 3 bietet ab der 6.Klasse ein breites Spektrum an Wahlpflichtgegenständen an, das zusätzliche Wahlpflichtgegenstände (die maturablen Sprachen Spanisch, Italienisch und Russisch, Informatik, Darstellende Geometrie,…) und vertiefende und erweiternde Wahlpflichtgegenstände zu fast allen Pflichtgegenständen umfasst.
  • Autonome maturable Wahlpflichtgegenstände sind am GRg 3 Projektmanagement und Präsentation (6 Wochenstunden), Kommunikation und Sozialkompetenz (KOSO –  4 Wochenstunden), Sporttheorie (4 Wochenstunden) und Medien- und Webdesign (6 Wochenstunden).
  • Kommunikation und Sozialkompetenz (KOSO) wird als schulautonomer Wahlpflichtgegenstand und in der 6.Klasse RG als autonomer Pflichtgegenstand unterrichtet.

Unverbindliche Übungen

Das umfangreiche Angebot des GRg 3 enthält neben bewegungsorientierten  Kursen (siehe oben), Schulband, Bühnenspiel, ECDL unverbindliche Übungen zur Begabungsförderung (Olympiadekurse in Chemie und Physik, Französisch-Wettbewerb) und als Teil des Förderkonzepts Leseförderung, Legasthenie und Deutsch als Zweitsprache.
Besonders beliebt ist die unverbindliche Übung Schach mit der jährlichen Teilnahme an einem vom GRg 3 initiierten internationalen Schachturnier.
Daneben gibt es auch von ehemaligen Schülern angebotene Kurse in E-Gitarre, akustische Gitarre und Schlagzeug.

Besondere Angebote und Aktivitäten

III. Das FÖRDERKONZEPT  des GRg 3

  • Übertrittshilfen an der Nahtstelle  Volksschule – AHS
    Der Umstieg in die AHS wird unseren 1.Klassen durch die unverbindliche Übung „Klassengemeinschaft und Kommunikation" (KLAKO) als Klassenvorstandsstunde und den Einführungskurs „Lernen lernen" über Techniken und Methoden des richtigen Lernens erleichtert.
    Vor zwei Jahren wurden mit großem Erfolg Kennenlerntage für die 1.Klassen  zu Schulanfang eingeführt, an denen neben Klassenvorstand und Begleitlehrern auch Peermediator/innen teilnehmen.

Oberstufenklassen übernehmen eine Schulpatenschaft für die 1.Klassen.

  • Soziales Lernen wird am GRg 3 seit Jahren als Unterrichtsprinzip zur Entwicklung der dynamischen Fähigkeiten gepflegt und durch eine Arbeitsgruppe weiter ausgebaut. Im 1.Semester gibt es als Schwerpunkt des Sozialen Lernens in den 1.-4.Klassen jeweils einen gesondert organisierten KLAKO-Tag.

  • Berufsorientierung
    Berufsorientierung wird in den 4. und 7.Klassen durchgeführt.  Beim Informationsabend für die 4.Klassen im November informiert ein externer Experte zusätzlich über Ausbildungswege in weiterführenden Schulen. Der KLAKO-Tag der 4.Klasse hat den Schwerpunkt ICH-Wahrnehmung in Verbindung mit Berufsinformation.
    In der 7.Klasse besuchen die Schüler/innen Schnuppertage in Betrieben ihrer Wahl, für die sie sich bewerben müssen.
    Die 7. und 8.Klassen werden auf einem Bildungstag von Vertretern der Universität, Hochschulen und Fachhochschulen über Bildungswege nach der Matura informiert.
    Für die Beratung stehen zwei Bildungsberater/innen zur Verfügung.
  • Differenzierung und Individualisierung
    In den 1. und 2.Klassen stehen autonome Förderstunden in Deutsch, Englisch und Mathematik zur Verfügung, die für Teamteaching und/oder individuelle Förderung einzelner Schüler oder Schülergruppen verwendet werden.
    In den letzten Jahren wurde ein besonderer Schwerpunkt auf die Leseförderung gelegt. Zur Leseförderung als Unterrichtsprinzip in allen Gegenständen und Schulstufen wird im Dezember 2012 eine Pädagogische Konferenz stattfinden.
    Neben der im Unterricht integrierten Leseförderung bietet die Schule für Risikoschüler/innen und Schüler/innen nichtdeutscher Muttersprache zusätzliche autonome unverbindlichen Übungen zu Leseförderung, Deutsch als Zweitsprache und Legastheniebetreuung an.  Besonders involviert in Gestaltung und Koordination der Fördermaßnahmen sind Lesekoordinatorin und Schulbibliothekarinnen.

Gewaltprävention und Konfliktmanagement

Um das gute Schulklima mit relativ wenigen disziplinären Vorkommnissen weiter aufrecht zu erhalten, den vielfältigen und einem starken Wandel unterworfenen Anforderungen und Bedürfnissen, die die Gesellschaft an eine moderne Schule stellt, gerecht zu werden, auf die veränderten Bedingungen, die unsere Schüler/innen in ihrem Lebensbereich vorfinden, reagieren zu können und Lernen auch in schwierigen Lebenssituationen zu ermöglichen, wurde am GRg 3 vor einigen Jahren „Schule PLUS“ als erweitertes Unterstützungs- und Beratungsangebot für Schüler/innen, ihre Eltern und Lehrer/innen entwickelt.
Neben bewährten Hilfsangeboten durch unsere Schulärztin, die Schulpsychologie und die Bildungsberater/innen gibt es an der Schule Konfliktmanagement durch

  • Peermediation
    Jährlich werden neue Peers aus Oberstufenklassen ausgebildet, um auf freiwilliger und vertraulicher Basis Streitschlichtungsverfahren von Schüler/innen für Schüler/innen durchzuführen. Ausbildung und Peerbetreuung obliegt zwei Lehrer/innen, die ausgebildete Mediator/innen sind.
  • Seit zehn Jahren gibt es den Schlichtungsrat, ein schulpartnerschaftliches Gremium aus je drei Eltern-, Schüler- und Lehrervertreter/innen.  Er wird von der Schulleitung bei groben Verstößen gegen die Schulgemeinschaft einberufen und befasst sich mit schwerwiegenden Konflikten und Disziplinarfällen. Ziel des Schlichtungsrates, der sich sehr bewährt hat, ist es, unter Einbindung aller Betroffenen eine einvernehmliche Lösung zu finden, Fehlverhalten bewusst zu machen und Wiedergutmachung zu erarbeiten. Durch die Tätigkeit dieses Gremiums hat sich die Zahl der Disziplinarkonferenzen an der Schule auf ein Minimum reduziert.
  • Daneben finanziert der Elternverein periodisch abgehaltene Sprechstunden externer Berater/innen (Schulpsychologen und Psychotherapeuten), die bei persönlichen, schulischen und familiären Problemen Schülern, Eltern und Lehrern eine erste Beratung zukommen lassen.  Überdies führen die externen Berater/innen neben unseren Mediator/innen auch Klasseninventionen durch.

Schulveranstaltungen

Am GRg 3 werden als wertvolle Ergänzung zum Unterricht in der Schule und von der Schulleitung bewusst gefördert und ermöglicht zahlreiche ein- und mehrtägige Schulveranstaltungen durchgeführt. Bei mehrtägigen Schulveranstaltungen wird in Zusammenarbeit mit dem Schulgemeinschaftsausschuss und dem Elternverein im Besonderen auf die Kostengestaltung und soziale Verträglichkeit geachtet, um allen Schüler/innen aus unterschiedlichen sozialen Schichten und mit oft begrenzten finanziellen Möglichkeiten die Teilnahme zu ermöglichen.

Folgende mehrtägige Schulveranstaltungen werden regelmäßig durchgeführt:

  • 1.Klassen:  Kennenlerntage
  • 2.. 3. und 5.Klassen:  Wintersportwochen
  • 4.Klassen:  Sommersportwochen oder Projektwochen
  • 6.Klassen:  Sprachaufenthalt im englischsprachigen Raum
  • 7.Klassen:  Projektwoche in Frankreich bzw. Projekttage für Schüler/innen ohne Französisch, für das RG-Nawi Meeresbiologische Woche in Kroatien
  • 8.Klassen:  Projekttage in Rom

Außerdem gibt es in der letzten Woche des Schuljahres Projekttage ohne stundenplanmäßigen Unterricht, die von vielen Klassen und Wahlpflichtfachgruppen zu kurzen Auslandsreisen genützt werden.

 Angaben zur SCHULPARTNERSCHAFT

Das GRg 3 verfügt über eine gut funktionierende Schulpartnerschaft und eine aktive Schülervertretung.  Pro Schuljahr werden je nach Bedarf vier bis fünf Schulgemeinschaftsausschusssitzungen abgehalten, in denen aktuelle Fragen und Probleme (z.B. Hausordnung, Mobbing, Schulveranstaltungen, Schulbuffet usw.) besprochen werden.

Der Elternverein  unterstützt die Arbeit der Schule intensiv. An den regelmäßigen Sitzungen des Elternvereinsausschusses nimmt  im Unterschied zu anderen Schulen auf Wunsch der Eltern auch die Schulleitung teil, wodurch viele Fragen und Probleme bereits im Vorfeld besprochen und gelöst werden können. Der Elternverein achtet auch besonders auf die soziale Verträglichkeit der Schulveranstaltungen und unterstützt bedürftige Schüler/innen, um allen die Teilnahme zu ermöglichen. Die zeitaufwändige Teilnahme von Elternvertreter/innen an Sitzungen des Schlichtungsrates hat sich positiv auf das Schulklima ausgewirkt.

Die Kommunikationsstruktur der Schule wurde durch das elektronische Klassenbuch WEBUNTIS, das das GRg 3 als eine der ersten Schulen eingeführt hat, wesentlich verbessert.  Es wird für Stundenplan und Stundenplanänderungen, Schularbeitstermine und Raumbuchungen usw. verwendet und bietet auch den Erziehungsberechtigten die Möglichkeit, sich über Absenzen ihrer Kinder zu informieren.

Ein wichtiges Thema der letzten beiden Schuljahre war die Einführung des SMS-Infosystems. Dabei werden die Eltern per SMS über wichtige Nachrichten und Verlautbarungen der Schule informiert. Das System wird auch zur Benachrichtigung der Erziehungsberechtigten bei Zuspätkommen und Schulabsentismus eingesetzt. Das hilft, derartige Probleme bereits im Ansatz zu erfassen und ihnen gegen zu steuern.

IV. SCHULENTWICKLUNG und ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN

 Aktuelle Schulentwicklung

Schwerpunkte der Schulentwicklung waren in den letzten Jahren und sind weiterhin

  • Gewaltprävention und Konfliktmanagement
  • Soziales Lernen
  • E-Learning (eLSA und Notebookklassen, Didaktik des e-Learnings)
  • Differenzierung und Individualisierung, Förderkonzept (inkl. Leseförderung)
  • Bildungsstandards und neue Standardisierte Kompetenzorientierte Reifeprüfung
  • SMS-Infosystem und Schulabsentismus 

Zu diesen Themen wurden Pädagogische Konferenzen, Fachkonferenzen und zahlreiche SCHILF-Veranstaltungen abgehalten.  

Mittel- und langfristige Ziele

  • Ausbau eines mittleren Managements, das für seine Leistung auch entlohnt wird.
  • Die Anpassung der Schulausstattung an die Erfordernisse einer Bildungseinrichtung des 21.Jahrhunderts (Medieneinheit, Beamer und Verdunklung als Standard in jedem Unterrichtsraum)
  • Die Schaffung eines attraktiven Aufenthaltsbereiches für die Schüler/innen

Wichtiger Träger der Schulentwicklung ist die Koordinationsgruppe, die zu regelmäßigen Sitzungen zusammentrifft, alle pädagogischen und organisatorischen Probleme diskutiert, Lösungen erarbeitet und das Lehrerkollegium berät.

Viele Lehrer/innen unserer Schule arbeiten sehr engagiert und aktiv an der Schulentwicklung mit, probieren vieles aus, setzen neue Initiativen. Unterschiede in pädagogischen Positionen werden nicht in Grabenkämpfen ausgetragen, sondern mit Unterstützung der Schulleitung positiv und wertschätzend für die weitere Entwicklung genutzt. Für die kontinuierliche Weiterentwicklung des GRg 3 ist es daher wichtig, dass der bisherige partnerschaftliche Führungsstil weiter geführt und gepflegt wird und Initiativen des Lehrerkollegiums gefördert und nicht verhindert werden.

Das Schulprofil wurde von Direktion und Koordinationsgruppe erstellt und vom Schulgemein-schaftsausschuss am 21.November 2012 beschlossen.

Für den Inhalt verantwortlich:  Direktor  Mag. Robert Baldauf